UNSERE SCHAUFENSTER

Mit dem regelmäßigen Wechsel unserer Schaufensterausstellungen möchten wir über die unterschiedlichsten Bestattungskulturen aus allen Zeiten und aus aller Welt informieren. Hier finden Sie Wissenswertes zu aktuellen Themen wie Bestattungsvorsorge oder Bestattungsarten, Kunst- und Kulturepochen sowie Darstellungen des Lebenskreises berühmter Persönlichkeiten. Für Passanten und Kunden stellt dies nicht nur eine tröstliche Komponente dar, sondern auch eine ästhetische und interessante Visualisierung der Themen Tod, Trauer und Abschied. Zu allen Ausstellungen halten wir für Sie in unserem Haus die entsprechenden Erläuterungstexte und Informationen kostenlos zur Mitnahme bereit.

 

Unser aktuelles Schaufensterthema:

Die Seele

Die Seele beschäftigt die Menschen aus allen Kulturkreisen schon seit Jahrtausenden: Philosophen, die Kirche, Ärzte und Psychologen setzen sich immer wieder mit dem Phänomen der Seele auseinander. Der Gedanke, dass die Seele unsterblich ist, ist noch heute ein weit verbreiteter Glaube. Viele Menschen sind sicher, dass die Seele, im Vergleich zu dem Körper, nicht von der Endlichkeit betroffen ist. Bereits Platon vertrat diese Auffassung. Für die griechischen Kirchenväter entstand so der biblische Glaube an die Auferstehung von den Toten. Die protestantische Religion jedoch sieht die Auferstehung als Werk Gottes. Im Alten Testament wird die Unsterblichkeit des Menschen in der Beziehung zu Gott interpretiert: Die Treue von Gott zum Menschen.

Der irische Schriftsteller Oscar Wilde offenbart in seinem Theaterstück „Eine Frau ohne Bedeutung“ seine Auffassung über das Thema der Seele „Die Seele kommt alt zur Welt, aber sie wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Und der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie des Lebens.“

Für den Psychologen C.G. Jung gehören Körper und Seele unbedingt zusammen: In der Welt „Unus Mundus“ sind Menschen, die sich lieben, miteinander verbunden. Der Tod kann diese innere Verbundenheit niemals zerstören. Für Jung ist der Gedanke an die Unsterblichkeit der Seele sogar maßgeblich für die eigene psychische Gesundheit.

Viele Menschen gehen einem alten Brauch nach: Sie öffnen das Fenster, wenn ein Angehöriger verstorben ist, damit die Seele in den Himmel steigen kann. Wir werden durch Redensarten wie „Nun hat die arme Seele Ruh“ oder durch Grabsteininschriften „Gedenket der Armen Seelen“ dazu aufgefordert, den Kontakt zu den Verstorbenen weiter zu pflegen: die Seele als Brücke zwischen Diesseits und Jenseits.

Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst. So tiefen Grund hat sie. Heraklit

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd. Johann Wolfgang von Goethe

Seele ist Liebe, Seele ist Zukunft, und alles andere ist nur Ding, nur Stoff, nur Hindernis, unsere göttliche Kraft im Formen und im Zerbrechen daran zu üben. Hermann Hesse

Der Mensch hat keinen von seiner Seele getrennten Körper. Denn was der Körper genannt wird, ist nur ein Teil der Seele, der von den fünf Sinnen wahrgenommen wird, den Hauptzugängen der Seele innerhalb der Zeitlichkeit. William Blake

Eine Seele ist nie ohne Geleit der Engel, wissen doch diese erleuchteten Geister, daß unsere Seele mehr Wert hat. Bernhard von Clairvaux

Das Leben des Menschen liegt nicht im Körper, sondern in der Seele und nicht im Körper und in der Seele, sondern nur in der Seele. Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi


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